Glanzstück des Monats Mai
Was hatte ein Soldat im Krieg alles bei sich? Andenken, Spielkarten, Besteck…aber auch eine Bibel? Nicht überall, aber im hohen Norden schon, denn in Schweden des 18. Jahrhunderts war es Pflicht. Diese Feldbibel von 1709 kann viel erzählen von Tradition, Religion, Schulbildung und von vielen Auseinandersetzungen.
Carmen Sengewald schreibt zur Feldbibel in ihrem Begleittext:
„[…] Die kleine Bibel hat einen zeitgenössischen Ledereinband mit zuerkennenden Prägungen, die von einem Goldrand stammen. Die Messing- und Lederschließen sind gut erhalten und in einem sehr guten Zustand, lediglich die Ziernagelköpfe hinten fehlen. Am Buchrücken sind neben der Prägung „BIBLIA“ auch Ornamente zu erkennen, die ursprünglich vergoldet waren. Reste eines Goldschnitts sind ebenfalls erhalten. Eine leichte Verfilzung gibt es, da das Buch Teil einer Soldatenausrüstung war. Diese Abnutzungsspuren stammen wahrscheinlich vom Herausziehen des Buches aus dem Gepäck und dem täglichen Gebrauch. Nicht wenige Kratzer zieren den Einband. […]“
Mehr zur Feldbibel Karls XII. von Schweden und zu den Beziehungen zwischen dem Königreich Schweden und dem Herzogtum Sachsen-Zeitz lesen Sie hier:
© MSMZ


Foto: Carlo Böttger 
Mirko Negwer
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