Das Glanzstück des Monats Juli

Ein Paar Damenschuhe

Diesen Monat kommt unser Glanzstück im Doppelpack. Ein paar Damenschuhe haben es uns angetan.

Ob die Trägerin dieser Schuhe einmal zum Tanz gebeten worden ist? Vielleicht trug sie die schlichten Samtenen zum Fest bei Hofe oder zur Hochzeit eines Verwandten? Wir wissen es nicht.
Was wir wissen ist, dass dieses Paar Damenschuhe mit seinem schmalen Schnitt und dem verwendeten Material dem Modegeist seiner Zeit entsprach. Das war um 1760 bis 1770.

„Die Schuhe wirken im ersten Moment abgetragen, aber die Absätze verraten, dass sie nur wenig getragen wurden.

Das weiße Glattleder der Absatzbespannung kontrastiert perfekt mit der Schlichtheit des Schuhobermaterials. Nicht einmal der Kantenbesatz ist auffällig inszeniert. Die Schuhe sind schmal geschnitten, haben eine mäßig zugeschnittene Vorderkappe und gemeinsam mit dem geschwungenen Absatz repräsentieren sie den Modegeschmack ihrer Zeit. Ein linker bzw. rechter Schuh ist nicht explizit gekennzeichnet, beide Schuhe über einen Leisten gearbeitet. Die Schnallen fehlen.  Restauriert, Stabilisierungsmaßnahmen durchgeführt.“ (Carmen Sengewald)
mehr darüber lesen

Fotos: Ursula Rittig

Das Glanzstück des Monats Juni

Weiterlesen

Museum Schloss Moritzburg zeigt seine Schätze

Mit einem besonderen Glanzstück aus seinen Sammlungen startet Museum Schloss Moritzburg heute (24.5.) mit „Glanzstück des Monats“ auf der Webseite.

La Madonna del Silenzio

Foto: Carlo Böttger (Tröglitz)

Öl auf Holz, 38 x 50 cm, um 1600, von unbekannt

Maria hütet den Schlaf des Jesusknaben. Der kleine Johannes, später soll er den Beinamen der Täufer erhalten, tritt hier als ‚Störenfried‘ auf.
Die intime Szenerie wird durch Heiligenscheine von Mutter und Kind in den Bereich christlicher Ikonografie erhoben. Auch der grüne Vorhang mit den Goldfransen mahnt uns zu Abstand. Es ist keine gewöhnliche Mutter, die hier anmutig und entschieden den Schlaf ihres Kindes beschützen möchte.
Der Autor des Bildes ist vermutlich im Umfeld des Annibale Carracci zu finden. Text: Ursula Rittig

Wussten Sie, dass die Sammlungen des Museums aus mehr als 250.000 einzelnen Sachzeugen bestehen?
Zu den wichtigsten Sammlungsgebieten zählen die Industrie- und Stadtgeschichte, Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte (Kunsthandwerk, Grafik, Gemälde), Ethnografie, Fotografie, Geschriebene und Gedruckte Quellen und Naturkunde.
Umfangreiche Teile dieser Bestände sind von überregionaler und nationaler Bedeutung. Einiges daraus ist in den Dauerausstellungen zu sehen, andere Exponate der Sammlungen werden in Sonderausstellungen gezeigt.
Das Museum nutzt nunmehr die neue Webpräsenz, besondere Glanzstücke der Sammlungen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Annibale Carracci

„Annibale Carracci (* vor 3. November 1560 in Bologna; † 15. Juli 1609 in Rom) war ein italienischer Maler und Kupferstecher. Neben Michelangelo Merisi da Caravaggio gilt er als Begründer der italienischen Barockmalerei.“ – (de.wikipedia.org 21.11.2019)