Vereinigte Domstifter digitalisieren Pflug-Sammlung

Auf dem Arial des Museums Schloss Moritzburg befindet sich im Torhaus die Stiftsbibliothek. Mit  wertvollen Handschriften, Inkunabeldrucken und Drucken des frühen 16. Jahrhunderts eine europaweit einzigartige Bibliothek, die Julius Pflug testamentarisch seinen Amtsnachfolgern in Zeitz hinterließ.

„Im Zuge des Reformationsjubiläums 2017 schlossen sich zahlreiche Archive und Bibliotheken des mitteldeutschen Raums zusammen, um ein digitales Archiv der Reformation zu schaffen. Dokumente der Reformationsgeschichte sollten weltweit im Internet abrufbar und für Forschung und Lehre zugänglich sein. Das so entstandene Reformationsportal Mitteldeutschland wurde nun um eine bedeutende Sammlung erweitert: die Bestände des letzten Naumburger Bischofs Julius Pflug.“ Das teilen die Vereinigten Domstifter in einer Presseinformation mit.

Spielt der bedeutende Pflug in seiner damaligen Wirkungsstätte Zeitz ebenda heute in den Zeitzer Marketingaktivitäten kaum eine Rolle, für die Vereinigten Domstifter ist er eine bedeutende Persönlichkeit der Gesichte. Stiftungsdirektor Dr. Holger Kunde dazu:

„Julius Pflug war Jurist, der Berater des Kaisers, in seine Zeit fiel die Entdeckung Amerikas und natürlich die Reformation. Seine Sammlung, die am historischen Ort bewahrt wird und in der sich auch persönliche Aufzeichnungen zum Beispiel zum Reichstag in Augsburg finden, ermöglicht also eine besondere wissenschaftliche Arbeit und ist nun für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Wir wissen, dass die weltweite Forschung auf dieses Portal zugreift, darin vertreten zu sein, erfüllt uns mit Freude und Stolz.“

Julius Pflug sei zwar kein Reformator gewesen, sondern reform-katholisch und trotzdem oder gerade deswegen sei seine Sammlung in das Reformationsportal aufgenommen worden, so Kunde. In dem Portal finden sich neben Informationen zu Julius Pflug und seinem Vermächtnis ein 3D-Raum-Modell der Stiftsbibliothek Zeitz, in dem auch das Arbeitszimmer Pflugs erlebbar gemacht wird, außerdem wurden die Dokumente und Bücher seiner Sammlung digitalisiert.
Die Digitalisierung der Sammlung Julius Pflug wurde möglich mit der großzügigen Unterstützung der Familie Gloria und Dr. Georg Holzhey und Ernst Albert Naether.

Quelle: Presseinfo Vereinigte Domstifter
Titelfoto: Vereinigte Domstifter, Charlotte Tengler
Beitragsfoto: Vereinigte Domstifter

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