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Vortrag zum Tag der offenen Bibliotheken

„Ich hab’s gewagt“

Wie die Welt wohl ward erschaffen?
Ob sie ewig oder nicht?
Ob wir werden auferstehen
Einst zum großen Weltgericht?

Ob es einen Teufel gebe?
Das liegt mir in Finsterniß,
Doch dass ich ein armer Teufel
Dieses weiß ich ganz gewiß.

Der „arme Teufel“,  der diese Verse schrieb, war ein großer Dichter. Er hat ein bedeutendes Werk hinterlassen, das aber noch immer in den Bibliotheken so selten zu finden ist wie sein Name in literaturhistorischen Lexika:

Ernst August Ortlepp wurde am 1. August 1800 in Droyßig als Sohn des hiesigen Pfarrers geboren, er starb 1864, er wurde  in einem Graben bei Schulpforta tot aufgefunden.

Wir feiern in diesem Jahr seinen 210. Geburtstag

Er war ein Lyriker und Prosaautor von Rang, ein bedeutender Herausgeber deutscher Literatur, er war Musiker, Musikschriftsteller, er übersetzte Bocaccio und Shakespeare, und er machte das deutsche Publikum mit Leben und Werk des großen englischen Poeten Lord Byron bekannt.

Ernst Ortlepp wurde vergessen, obwohl er als Autor, Herausgeber und Übersetzer auf der Höhe des Denkens seiner Epoche arbeitete.

Er wurde vergessen, weil er das Opfer rigoroser politischer Zensur wurde. Der mächtigste Politiker Europas, Fürst Metternich, sorgte dafür, dass Ortlepps Bücher verboten und beschlagnahmt wurden. Heute existieren nur noch wenige Exemplare seiner wichtigsten Werke. Kaum noch zu findende Bücher wie das poetische Nachtstück „Fieschi“ oder die „Die Rede des ewigen Juden“ sowie sehr seltene Handschriften werden aufbewahrt in der Ernst-Ortlepp-Bibliothek des Museums Schloss Moritzburg Zeitz.

Diese Bibliothek ist heute die Heimat der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft. Sie wirkt dafür, dass das Werk des verschollenen Dichters in der Öffentlichkeit wieder Beachtung findet. Seit Jahren wird gesucht, gekauft, gesammelt. Inzwischen ist diese Bibliothek der Ort in Deutschland, wo sie die meisten Werke von Ernst Ortlepp finden.

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