Glanzstück des Monats März

Ganz still, ohne Prunk und Pomp steht er im Herzogszimmer in der Moritzburg Zeitz und doch zieht er die Blicke der Besucher und Mitarbeiter auf sich – ein japanischer Weihrauchbrenner. Auf ihm tummeln sich Drachen, Dämonen und sogar Elefanten. Ganz oben überblickt ein alter Mann die ganze Welt und schaut doch in eine unbekannte Ferne.

Unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Carmen Sengewald schreibt zur Einleitung in ihrem Begleittext:

Seine heilende, wohltuende Wirkung wurde und wird noch in vielen Kulturen geschätzt – Weihrauch. Der aromatische Duft durchzieht schnell den Raum und hat viele positive Auswirkungen für Körper und Seele. Auch zur Reinigung und Desinfektion ist der ,heilige Rauch‘ einsetzbar. In den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten Japans waren der Weihrauch und dessen Wirk- und Duftstoffe besonders bei Ritualen und Zeremonien sehr geschätzt, bereits seit Jahrhunderten.

Der hier vorgestellte japanische Weihrauchbrenner „Koro“ ist ein Behälter zum Abbrennen von Räucherwerk bzw. -stäbchen. Er wird z. B. mit bereits glühender Holzkohle befüllt, diese wird dann mit Asche bedeckt, eine Metallplatte darüber gelegt, auf der wiederum Wirk- und Duftstoffe, ohne zu verbrennen, verdampfen. Das Wort „Koro“ beinhaltet auch den Begriff „Kō“, zu Deutsch „alles, was zwecks Wohlgeruch verbrannt wird“.

Alles über unseren japanischen Weihrauchbrenner und dessen Geschichte lesen Sie hier:

 

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