Glanzstück des Monats Oktober

Was bringe ich aus dem Urlaub mit oder von einem Museumsbesuch? Ein Souvenir! Aber lieber eine Postkarte oder ein duftendes Lavendelsäckchen oder ein Buch? Möglichkeiten bieten die Museumsshops heutzutage zu Genüge. Wichtig dabei ist immer ein Wiedererkennungswert. Darüber verfügen vor allem Maskottchen. Solche gab es auch in der DDR, denn auch sie versuchte dem Trend der Zeit zu folgen. Daher war ein besonders hübsches Mitbringsel von der „Internationalen Gartenausstellung der sozialistischen Länder“ (iga) das „Florinchen“ – eine Puppe in grüner Latzhose.

Carmen Sengewald schreibt zur Entstehung der Werbefigur in ihrem Begleittext:

„[…] Die Ausstellungskuratoren und die DDR wollten einem internationalen Trend der Zeit folgen: Eine Werbefigur sollte Reklame für die Gartenausstellung machen. Ihr „Vater“ ist der Grafiker Siegfried Kraft (1920-2013). Der gebürtige Erfurter arbeitete damals als künstlerischer Leiter und Chefgrafiker der „iga“. Gemeinsam mit dem Berliner Puppengestalter Gerhard Behrendt, dem Erfinder des Sand- und des Leipziger Messemännchens, entwarfen sie die Reklamefigur. Zu Beginn der 1960er Jahre entstand eine kleine Gärtnersfrau mit den anmutigen, dunklen Mandelaugen. Modell stand die römische Göttin der Blumen, der Jugend und des Frühlings – Flora. […]“

Mehr zu Florinchen und ihrer Entwicklung lesen Sie hier:

© MSMZ

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