Sonderführung „Da will ich nicht so lud(th)erig sein“
Damit das Volk versteht – Luther, Sprache und Musik
Worte können verändern, Musik kann verbinden. Die Reformation war nicht nur eine Erneuerung des Glaubens, sondern auch ein grundlegender Wandel in der Vermittlung religiöser Inhalte. Martin Luther wollte, dass die Menschen Gottes Wort nicht nur hören, sondern auch verstehen und selbst zum Ausdruck bringen konnten. Dabei spielten die deutsche Sprache und der gemeinsame Gesang eine entscheidende Rolle.
Doch Luther war nicht der Einzige, der neue Wege beschritt. Bereits Thomas Müntzer setzte sich für einen deutschsprachigen Gottesdienst ein. Mit der Verbreitung reformatorischer Ideen entwickelte sich auch die protestantische Kirchenmusik weiter. Heinrich Schütz, der ab 1663 am Zeitzer Herzogshof wirkte, prägte die musikalische Entwicklung der Residenz. Auch die 1701 in Zeitz geborene Sängerin Anna Magdalena Bach, deren 325. Geburtstag sich in diesem Jahr jährte, steht für die reiche Musikgeschichte der Stadt.
Doch wie veränderten Luther und seine Zeitgenossen die Sprache des Glaubens? Welche Bedeutung hatte die Musik für die Verbreitung der Reformation? Und welche Spuren dieser Entwicklung lassen sich noch heute im Schloss Moritzburg Zeitz entdecken?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Sonderführung „Damit das Volk versteht – Luther, Sprache und Musik“ am Sonntag, dem 8. November 2026, um 11 Uhr im Museum Schloss Moritzburg Zeitz.
Da die maximale Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt ist, ist eine vorherige telefonische Anmeldung unter der Telefonnummer 03441/212 546 erforderlich.
Preis: 11 € Vollzahler / 6 € ermäßigt
Foto: © MSMZ



HSM